Hydrostatische Höhenvermessung

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Verfahren zur Erfassung der Höhenlage von Rohrprofilen

 

  • Bauaufmaß von nicht zugänglichen Rohrstrecken
  • Bauüberwachung beim Rohr- und Tunnelvortrieb
  • Höhenaufmaß an Dämmen, Straßen und Böschungen
  • Setzungsüberwachung von Deponiekörpern
  • Einfache Nivellierarbeiten

 

Bild

 

Hydrostatische Höhenvermessung

 

Das hydrostatische Höhenmeßsystem dient der schnellen Erfassung der Höhenlage von Rohrprofilen. Das Meßprinzip ist dem einer Schlauchwaage ähnlich. In das zu vermessende Rohr wird ein Meßkopf (Durchmesser 5 cm) geschoben, der ein Spezialmeßkabel hinter sich herzieht. Das Einbringen des Meßkopfes kann durch Einziehen mit einem zuvor verlegten  Zugseil oder aber durch Einschieben mit einem Glasfiberstab oder einem Kamerafahrwagen geschehen. Die Meßleitung besteht aus mehreren elektrischen Adern, sowie einem mit entgastem Wasser gefüllten, dünnen Polyamidschlauch. Der Wasserschlauch ist einseitig mit einem Niveaugefäß und auf der anderen Seite mit dem elektronischen Aufnehmer im Meßkopf verbunden. Erfaßt wird der hydrostatische Druck, der von der Flüssigkeit in dem Niveaugefäß über die Schlauchleitung auf den Meßaufnehmer im Meßkopf ausgeübt wird. Daraus läßt sich unter Berücksichtigung des spezifischen Gewichts der Flüssigkeit und weiterer Randbedingungen der geodätische Höhenunterschied zwischen Meßkopf und Niveaugefäß ermitteln.

Die Messung erfolgt in der Regel während des Herausziehens des Meßkopfes. In frei wählbaren Abständen wird der hydrostatische Druck auf den Meßaufnehmer, der der Höhendifferenz zwischen Niveaugefäß und Meßkopf proportional ist, sowie der Außendruck, der auf das Referenzgefäß wirkt, als elektronisches Signal erfaßt und aufgezeichnet. Die Meßsignale werden zunächst in einen Datenlogger zwischengespeichert und später in einem Rechner aufbereitet. Mit den aufbereiteten Daten wird ein Längsprofil der Meßstrecke erstellt, anhand dessen das mittlere Gefälle bzw. die Setzung sowie Unregelmäßigkeiten in der Höhenlage bestimmt werden können. Des weiteren besteht die Möglichkeit während der Aufnahme des Höhenprofils auch die Temperatur im Rohr zu erfassen und anschließend als Temperaturprofil darzustellen.

 

Technische Daten

 

 

Meßlänge

300 m und länger

Höhenunterschied bezogen auf das Referenzniveu

+ 5 m / - 15 m

Meßauflösung

0,1 cm

Meßunsicherheit (je nach Randbedingung)

ca. 1 cm

 

Anwendungsbereiche

 

  • Bauaufmaß von nicht zugänglichen Rohrstrecken
  • Bauüberwachung beim Rohr- und Tunnelvortrieb
  • Höhenaufmaß an Dämmen, Straßen und Böschungen
  • Setzungsüberwachung von Deponiekörpern
  • Einfache Nivellierarbeiten